Innere Ruhe finden mithilfe der Meditation? Hier ergründen wir was wirklich hinter ihr steckt!

Innere Ruhe finden leicht gemacht?

 

Hier sitzt ein Mann in der Natur und meditiert
Welche möglichen Vorteile birgt die Meditation?

 

Sie soll uns dabei helfen, innere Ruhe zu finden und viele weitere gesundheitliche und psychische Vorteile für uns bereithalten. Sie wird unter anderem von Top Athleten, Unternehmern, Musikern und von Menschen praktiziert, die mit den Belastungen der modernen Gesellschaft besser umgehen wollen. Doch was überhaupt ist Meditation?

 

Meditation ist eine mentale Praxis, bei der man seine Aufmerksamkeit auf ein externes Objekt oder auf einen allgemeinen Aufmerksamkeitszustand, fokussiert. Hierbei gibt es verschiedene Techniken. Es gibt zum Beispiel die Achtsamkeitsmeditation oder auch die Konzentrationsmeditation, bei der man beispielweise seine Aufmerksamkeit, auf die Wiederholung eines Mantras (gedankliches Sprichwort) fokussiert.

 

Kann sie uns also dabei helfen, innere Ruhe zu finden und mit verschiedensten Herausforderungen, besser umzugehen? Um diese Frage zu beantworten, werden wir zunächst den Ursprung der Meditationspraxis ergründen und dann auf die Studienlage, zu möglichen gesundheitlichen Vorteilen eingehen.

 

Zuallerletzt, werde ich meine persönlichen Erfahrungen erläutern und auf eventuelle Problematiken hinweisen.

 

Ursprung der Meditationspraxis

 

Die Meditationspraxis nimmt vor allem in verschiedenen fernöstlichen Religionen und Kulturen eine wichtige Rolle ein. Im Buddhismus, Daoismus, sowie dem Hinduismus ist sie ähnlich wichtig, wie das Gebet im Christentum.

 

Der Ursprung der Meditation, wird mit der Gründung des Buddhismus in Indien vermutet. Von dort aus verbreiteten sich die Techniken und Lehren des Buddhismus im asiatischen Raum und führten letztendlich zu unterschiedlichen Auslegungen. In Japan entwickelte sich zum Beispiel die Meditationstechnik „Zen“, die ihren Ursprung in China hatte und dort unter dem Namen „Chan“ existierte. Dadurch entwickelten sich in unterschiedlichen Kulturen und Nationen, verschiedene Meditationstechniken, mit denen oftmals unterschiedliche Ziele erreichen werden sollten.

 

In vielen dieser fernöstlichen Traditionen, ist das Erreichen eines neuen Bewusstseinszustands, das Hauptziel der Meditation. Dieser Zustand, soll durch das Auflösen der persönlichen Anhaftung an das Ego erreicht werden. Dadurch soll eine wahrhaftige Verbindung mit allem Dasein geschaffen werden und der Geist von jeglichem irdischen Leiden befreit werden.

 

Anders als im asiatischen Raum, praktizieren die Menschen im Westen die Meditation häufiger als Mittel, um mit den täglichen Herausforderungen der modernen Gesellschaft, wie zum Beispiel chronischem Stress, besser umzugehen. Eine Erleuchtung steht dabei meistens nicht im Vordergrund.

 

Das Wort „Meditation“ ist vom lateinischen Wort „meditatio“ abgeleitet, was so viel wie, Versenkung bedeutet. „Meditari“ bedeutet besinnen, üben oder nachdenken.

 

Im Jahre 1893 tagte das Weltparlament der Religionen, eine internationale Vereinigung, verschiedener religöser Lehrer und Führer, in Chicago. Dort präsentierten unterschiedliche Mönche und Lehrer, ihre Traditionen und brachten somit die Praxis der Meditation in den Westen. Schnell wurde das Interesse verschiedener Psychologen und Wissenschaftler an der Meditationspraxis erweckt, was wiederum für eine schnelle Eingliederung in die Forschung sorgte. Die Beatles, eine der berühmtesten Bands der 60er Jahre, praktizierten selbst transzendale Meditation und verbreiteten diese Praxis, durch ihre Bekannheit schnell in der Bevölkerung.

 

 

Auswirkungen auf Körper und Geist

 

Die Forschung beschäftigt sich zunehmend mit den Auswirkungen der Meditation auf unseren Körper und Geist. Wir werden deshalb nun die aktuelle Studienlage analysieren.

 

  1. Stressabbau durch Meditation

 

Wir sind heutzutage oftmals einem Überstrom an Informationen ausgesetzt und haben viele Verpflichtungen, denen wir nachkommen müssen. All das, kann uns in Mitleidenschaft ziehen und Stress verursachen. Ein Übermaß an Stress birgt zudem viele gesundheitliche Risiken, wie zum Beispiel ein erhöhtes Risiko an Herz-Kreislaufproblemen zu erkranken, oder einen Burnout zu erleiden. Kann Meditation also Stress reduzieren?

 

In der Tat scheint es, als ob Meditation beim Stressabbau helfen kann. Bei einer Studie aus dem Jahre 2007, untersuchten Wissenschaftler die physiologischen Auswirkungen einer 5-tägigen Meditationspraxis, auf eine Gruppe von Studenten. Die Kontrollgruppe hat hierbei ein 5-tägiges Entspannungsprogramm durchgeführt. Am Ende dieser 5 Tage, zeigte sich das die Meditationsgruppe, im Vergleich zur Kontrollgruppe, eine deutliche Verbesserung der Aufmerksamkeitspanne aufwies und zudem maßgeblich geringere Level an dem Stresshormon Cortisol hatte.

 

Es scheint also, als ob unser Körper bereits nach kurzer Zeit von der Meditation profitieren kann.

 

  1. Emotionale Stabilität

 

Emotionen haben maßgebliche Auswirkung auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. In freudigen und belebenden Situationen fühlen wir uns super und möchten am liebsten dauerhaft in diesem Zustand verweilen. Doch dann gibt es auch Situationen, bei denen wir uns leer und traurig fühlen. Wir möchten dann oftmals aus diesem Tief rausfinden, weil es schmerzt in diesem Zustand zu bleiben. Wie wirkt sich also Meditation auf unsere emotionale Regulierung aus?

 

Eine Studie aus dem Jahre 2010, untersuchte deshalb den Effekt der Achtsamkeitsmeditation auf die emotionale Regulierung. Zwei Gruppen mussten hierbei Filmsequenzen schauen, die bei ihnen eine traurige Reaktion auslösen sollten. Diese Reaktionen konnten mithilfe von Gehirnscannern nachvollzogen werden. Im Nachhinein zeigte sich, dass die Gruppe, die ein 8-wöchiges Meditationsprogramm durchgeführt hatte, geringere Anzeichen von Traurigkeit aufwies und somit eine bessere emotionale Regulierung aufzeigte.

 

Die Ergebnisse dieser Studie, deuten also darauf hin, dass wir durch das Meditieren eine gewisse Resilienz gegenüber emotional aufreibenden Situationen entwickeln können.

 

 

  1. Auswirkungen auf das Gehirn

 

Einige Wissenschaftler behaupten, das langjähriges Meditationstraining positive struktuelle Veränderungen im Gehirn verursachen kann. Dazu gehört vor allem die Aufrechterhaltung der grauen Substanz im Gehirn, über die Lebensspanne. Diese Substanz ist Teil des zentralen Nervensystems und wird mit der Aufrechterhaltung unser Intelligenz in Verbindung gebracht. Außerdem ist sie für verschiedene motorische Bewegungen und sämtliche Wahrnehmungsprozesse wichtig. Diese Substanz nimmt mit zunehmendem Alter ab.

 

Eine Studie aus dem Jahre 2007 zeigte, dass eine Gruppe die Zen-Meditation durchführte, im Vergleich zu einer Gruppe die nicht meditierte, einen deutlichen höheren Anteil an dieser grauen Substanz hatte. Es ist also denkbar, dass die Meditation dabei helfen kann, kognitive Funktionen aufrechtzuerhalten oder gar zu verbessern.

 

Diese Studien haben alle jedoch eine gemeinsame Schwäche. Sie zeigen, zwar das die Meditation verschiedene positive Auswirkungen auf unser Wohlbefinden hat, die genauen Mechanismen die dahinter stecken, werden aber bis jetzt noch nicht vollkommen verstanden. Hierbei wird die künftige Forschung hilfreich sein, die eventuell mehr Licht ins Dunkeln bringen kann.

 

 

Meine persönlichen Erfahrungen mit der Meditation

 

Für mich persönlich ist die Meditationspraxis nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken.

 

Sie hilft mir enorm dabei Stress abzubauen und mich in aufgewühlten Momenten meines Tages zu beruhigen. Außerdem hilft sie mir dabei, mich zu erden und eine gewisse innere Ruhe aufzubauen, die ich sonst selten verspürt habe. Dadurch bekomme ich oftmals eine klarere Sicht der Dinge und kann meine Handlungsschritte besser planen.

 

Häufig ist es mir schwer gefallen mich zu konzentrieren oder auch gewisse Aufgaben mit vollkommener Aufmerksamkeit durchzuführen. Durch die Meditation habe ich gelernt, tiefgehende Präsenz aufzubauen und mich nicht von meinen Gedanken steuern zu lassen. Dadurch habe ich eine neue Kontrolle über mein Leben erlangt.

 

Mir fällt es außerdem einfacherer zu reflektieren, da ich verspüre das meine Wahrnehmung deutlich schärfer ist. Ich kann nun besser beurteilen, was in mir vorgeht und dadurch einen ganz anderen Kontakt zu mir selbst aufbauen. Außerdem denke ich, dass meine Körperwahrnehmung durch die Meditation weiter geschult wurde und ich jetzt besser beurteilen kann, was mein Körper braucht und wie ich mit ihm umgehen sollte.

 

Es gibt jedoch nicht nur rosige Seiten der Meditation. Es erfordert eine Menge Disziplin und Durchhaltevermögen zu meditieren. Man muss lernen loszulassen und sich auch in Situationen entspannen, in denen man keine „Zeit“ hat. Um positive Effekte zu erzielen, muss die Meditation also, wie das Zähneputzen, fester Bestandteil des Alltags werden. Mit ein bisschen Übung wird es jedoch immer einfacher und man freut sich förmlich auf das Entspannen.

 

Hast du keine Zeit zu meditieren? Dann kann ich dir nur eines meiner lieblings Zen Zitate ans Herz legen. „Du solltest jeden Tag 20 Minuten meditieren, außer wenn du keine Zeit hast, dann solltest du eine Stunde meditieren“.

 

In dem nächsten Artikel, werde ich dir eine genaue Anleitung präsentieren, die dir Schritt für Schritt aufzeigt, wie du meditieren kannst!

Deine Erfahrungen mit der Meditation

 

Hast du bereits Erfahrungen mit dem Meditieren? Wenn ja, wie bist du vorgegangen und welche Erfahrungen hast du gemacht? Deine Meinung ist gefragt!

 

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